Staatlicher Pilot. Finanzkrise. Die neuesten Beinahe-Bankpleiten werden das Verhältnis zwischen Wirt...

Derzeit gibt es eine Zeitenwende im Verhältnis der Unternehmen zur Politik. Es gibt schwere staatliche Eingriffe in das Geschäft der Banken, so gut wie niemand übt mehr Kritik an Interventionen. Vielmehr reift die Erkenntnis heran, die Finanzmärkte nicht länger den Banken und ihren Managern allein z...

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Bibliographic Details
Journal Title: Wirtschaftswoche
Authors and Corporations: Ramthun, Christian, Wettach, Silke
In: Wirtschaftswoche, 2008
Type of Resource: E-Article
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Summary: Derzeit gibt es eine Zeitenwende im Verhältnis der Unternehmen zur Politik. Es gibt schwere staatliche Eingriffe in das Geschäft der Banken, so gut wie niemand übt mehr Kritik an Interventionen. Vielmehr reift die Erkenntnis heran, die Finanzmärkte nicht länger den Banken und ihren Managern allein zu überlassen. Auch in der Finanzwirtschaft regt sich Zustimmung und die Bereitschaft, dem Staat Entgegenkommen anzuzeigen, wenn dieser das eine oder andere Institut und damit das ganze System rettet. Neben Selbstverpflichtungen sind auch weitergehende Regulierungsmaßnahmen der Politik erforderlich, wie der Bundesverband deutscher Banken selbstkritisch zugibt. Hilfsaktionen wie in Deutschland, Benelux oder vor fast einem Jahr in Großbritannien, dürfte auch weiterhin in nationaler Verantwortung bleiben, gerade Briten und Deutsche wehren sich gegen eine Europäisierung. Das Europäische Parlament ist aber aktiv geworden und fordert vor allem strengere Eigenkapitalregeln und Kontrollen beim Handel von Derivaten. Eine transatlantische Regulierungsbehörde unter Einschluss der Chinesen wird gefordert.